Geht. Geht nicht. Geht.

FRANKFURT AM MAIN. Rund die Hälfte aller Wohneinheiten in Deutschland befindet sich im Mehrfamilienhäusern. Wer keinen fest zugewiesenen Stellplatz hat, kann keine Wallbox installieren – und ist damit als Käufer eines Elektrofahrzeugs aus dem Rennen. Doch selbst wer einen Tiefgaragen-Stellplatz hat, muss einige Hürden meistern. Denn auch wenn ein neues Gesetz demnächst die Zustimmungspflicht aller Miteigentümer kippen soll, bleibt doch die Frage, wieviel Ladeleistung der Hausanschluss und der dahinter liegende Ortsnetztrafo meistern kann. Ein Ende 2019 gestartetes Pilotprojekt des Verteilnetzbetreibers Netze BW in einer Wohnanlage in Tamm soll genau das herausfinden.

Vor zwei Wochen besuchte ich die Wohnanlage oder eigentlich deren Tiefgarage mit insgesamt 85 Stellplätzen, von denen 58 mit einem Ladepunkt ausgerüstet wurden. Auch wenn die theoretisch eine maximale Ladeleistung von rund 600 Kilowatt zusammenbekommen, hat Netze BW den Netzanschlusspunkt auf nur 124 Kilowatt ausgelegt. Ob das reicht, ist heute in der Beilage „Technik und Motor“ der F.A.Z. zu lesen. (Es reicht locker, soviel sei verraten.) Anhand der im ersten Halbjahr gewonnenen Daten lässt sich bereits ablesen: Elektromobilität funktioniert auch für die Bewohner von Mehrfamilienhäusern. Wenn man denn will und die nötigen Investitionen nicht scheut. Die diskutierten Eingriffe in die maximale Ladeleistung einzelner Fahrzeuge scheinen den Nutzen nur geringfügig zu schmälern: Neun von zehn Nutzern bemerkten die Eingriffe einer Umfrage zufolge überhaupt nicht.

Und wieder einmal gilt: Die Recherche vor Ort lohnt. Denn viele der Fakten und Eindrücke, auf denen der Artikel basiert hätte ich in einer Videokonferenz nicht zusammentragen können.

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