Von der Emission zur Immission

FRANKFURT AM MAIN. Die Luftqualität in den Innenstädten steigt, doch welchen Anteil hatte der Corona-bedingte Rückgang des Verkehrs daran? Trivial ist die Frage nicht, denn nicht nur, was aus dem Auspuff rauskommt, hat Einfluss auf die Immissionen, die an einer bestimmten Stelle gemessen werden, sondern auch das Wetter und selbstverständlich die bereits vorhandene Hintergrundbelastung. Auf der Suche nach einer neutralen Antwort bin ich nach langer Recherche an der Technischen Universität Darmstadt fündig geworden. Zwei Nachwuchswissenschaftler haben ein Neuronales Netz mit Daten zu Emissionen, Immissionen, Verkehrsaufkommen und Wetterverhältnissen gefüttert. Das darauf basierende Modell hat die Immissionen an einer hochbelasteten Straße in der Darmstädter Innenstadt für die Zeit der Corona-bedingten Kontaktsperre mit hoher Präzision abgebildet. Obwohl zeitweise der Verkehr um mehr als 50 Prozent zurückging, blieben die Immissionen ziemlich konstant, sowohl im Modell als in der Realität. Dafür gibt es zwei wissenschaftliche Erklärungen: Erstens sind die verkehrsbedingten Immissionen so stark rückläufig, auch schon vor Corona, dass der Anteil des städtischen Hintergrunds stetig steigt. Und zweitens ist der wetterbedingte Einfluss – vor allem des Luftaustausches und der Sonneneinstrahlung – so groß, dass er rückläufigen Verkehr überlagern kann.

Mehr dazu – und auch zu der Prognose für die kommenden Jahre – in meinem Beitrag in der heutigen Ausgabe der VDI nachrichten.

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